In dieser Reportage nehme ich euch mit auf meine erste Japanreise.
Das erstes Mal Japan aus dem Flugzeug gesichtet.
Im Sommer 2025, habe ich im August, meine ersten 4 Wochen, im Land der aufgehenden Sonne verbracht. Japan, genaugenommen in Osaka und Kyoto.
Nachdem ich, wegen Reisekrankheit, den nicht so tollen 18-Stundenflug geschafft hatte und endlich in Japan gelandet war, wurde ich am Flughafen von einem netten Transfer abgeholt. Er fuhr mich mit einem wirklich schicken, japanischen Taxi zu meiner Gastfamilie. Meine Gastfamilie war sehr nett und hat mich liebevoll aufgenommen.
Leider ging es mir wegen der Reisekrankheit die ersten Tage gar nicht gut. Aber das war nicht wirklich schlimm, da man sich sehr liebevoll gekümmert hatte. In der Schule musste ich nicht am Unterricht teilnehmen, sondern durfte mich ausruhen. Außerdem waren sie auf so etwas vorbereitet und hatten spezielle Getränke und Essen, was mir sehr geholfen hatte. Auch die Kommunikation zwischen der schule dem Institut und uns/meiner Familie hatte wirklich gut funktioniert. Es wurde bei egal welchem Problem oder Frage geholfen und sich darum gekümmert.
Mein wunderschöner Schulweg
Nach diesem wunderschönen Schulweg ging es mir natürlich auch gleich schon viel besser. Der Zug mit dem ich zur Schule fuhr, war der schönste Zug mit dem ich je gefahren bin. Es war ein alter Zug, wie aus dem Film.
Gewohnt habe ich nicht in Kyoto wo meine Schule war, sondern in einem vor Bezirk von Osaka. Dadurch war mein Schulweg etwas länger, was aber nicht wirklich schlimm weil die Aussicht aus dem Zug so schön war, dass die Zeit wie im Fluge verging. Außerdem konnte man im Zug gut seine Hausaufgaben machen, damit man danach noch mehr Zeit hatte Japan zu erkunden 😊
Das Viertel in dem ich wohnte, war nicht wirklich bekannt, aber ich hatte mich wirklich in dieses Viertel verliebt. Es entsprach all meinen Vorstellungen, die ich von Japan hatte. Nur eben in klein und in nicht so überfüllt. Ich habe auch keinen Touristen in diesem Viertel gesehen, ich war also immer nur von Einheimischen umgeben und habe das echte Leben der Japaner kennenlernen können. Frühs auf meinem Schulweg bin ich durch Kindergarten Kinder, Schulkinder und Geschäftsleute gelaufen (aber Achtung vor den schnellen Omas auf den Fahrädern). Am Abend bin ich durch die beleuchteten Straßen gelaufen. Die Leute waren alle auffallend nett und freuten sich immer. Schon wenige Worte oder eine Entschuldigung auf Japanisch erfreute sie. Ich war noch nie in einem Land, mit so einer Gastfreundlichkeit😊
GenkiJaksen schule
Hier seht ihr eine meine Schule in Kyoto. Die Schule war wirklich schön und gemütlich. Wenn man reinkam zog man erst einmal die Schuhe im Genkan aus. Danach konnte man entweder mit Hausschuhen oder einfach in Socken sein. Das fand ich angenehm😊Die Klassen waren alle klein, was ich sehr angenehm fand. Dadurch war der Unterricht intensiver und angenehmer. Dieser bestand aus zwei Blöcken, praktisch und theoretisch. Wir haben viel gesprochen, wodurch man sich schnell an das sprechen der japanischen Sprache gewöhnt hat und auch nicht mehr so unsicher war. Die Schulbücher, die man bekam durfte man sogar behalten. Wir hatten jeden Tag 4 Stunden Unterricht, das war super, weil man so, danach noch viel Zeit hatte, selbst auf Erkundungstour zu gehen. In der Mittagspause konnte man sich in den nahegelegenen Convenience Store oder Restaurants Mittagessen kaufen . Hinter der Schule ist auch gleich ein kleiner Fluss an dem ich gerne zu Mittag gegessen habe. Man hatte aber auch die Möglichkeit im Aufenthaltsraum der schule zu essen.
Trinkautomaten oder じどうはんばいき😊
Diese hat man wirklich überall gesehen. Wenn man etwas in Japan nicht tut, dann ist das verdursten. Im Sommer ist es unglaublich heiß und schwül, weswegen diese Trinkautomaten mir öfters das Leben gerettet haben. Aber trotz der Hitze kann ich es nur empfehlen im Sommer nach Japan zu kommen. Der Körper gewöhnt sich auch an die Hitze und mit der richtigen Ausstattung, Sonnenschirm, Ventilator, Kühlende Tücher… kann man der Hitze trotzen. Das Wichtigste für mich war aber der Sonnenschirm. Denn wenn die heiße Mittagsonne direkt auf dich scheint, ist es fast unmöglich sich draußen aufzuhalten. Sonnenschirme gibt es in Japan an jeder Ecke.
Nach der Schule hatten wir immer am Dienstag und Donnerstag Kulturklasse. Wir haben ganz viele verschiedene Sache gemacht. Alles hatte mit der japanischen Kultur zu tun. Es war immer sehr interessant, hat Spaß gemacht und man konnte viel über die Kultur erfahren. Außerdem haben wir oft auch etwas hergestellt was wir dann mit nach Hause nehmen durften. So hate man eine schöne Erinnerung und ein wirkliches Unikat.
Eigene Herstellung von Japanischen Süßigkeiten
Hier haben wir traditionelle japanische Süßigkeiten hergestellt. Nachdem wir fertig wahren bekamen wir noch frischen Matcha und durften unsere Süßlichkeiten essen. Ich habe sie mit nach Hause genommen und mit meiner Gastfamilie geteilt😊
Furoshiki Faltkunst
Hier haben wir gelernt wie man, mit einem Furoshiki Tuch, alles Mögliche, mit verschiedenen Falttechniken verpacken kann. Und am Ende durften wir unser eigenes Furoshiki bedrucken. Das war wirklich toll und ein super schönes Andenken.
Traditionelles Weben
Hier haben wir in einem Kimono Museum traditionell gewebt und im Anschluss das Museum besucht.
Außerdem haben wir auch einen Iaido Kurs, einen Trommelkurs und noch mehr besucht. Die Kultur Klassen waren immer ein tolles Erlebnis und man hat viele tolle und versteckte orte gesehen. Auch waren die Betreuer wirklich nett und haben sich sooo gut und lieb um uns alle gekümmert. Man musste sich wirklich um nichts Sorgen machen.
Japanischer Straßenspiegel😊
Dieses Foto verstehen wahrscheinlich nur die Leute wirklich in der Japanbubble sind. Denn als ich diesen Seiten Spiegel gesehen habe wahr ich einfach so glücklich. Ich fühlte mich wie in einem Film😊
Torii Tor und Aufstieg zum Schrein
Ema (Holtz Blättchen auf die man seine Wünsche, Bitten oder Dank schreibt)
Schreine und Tempel hat man wirklich an jeder Ecke gefunden. An überraschenden Orten oder einfach mitten in der Stadt, zwischen 2 Hochhäuser. Die Atmosphäre in einem Schrein /Tempel ist wirklich etwas Besonderes. Sobald man ihn betrat, war man von der Stadt abgeschottet und hatte das Gefühl mitten in der Natur zu sein. Vor allem nach einem anstrengenden Tag oder dem Leben in einer Großstadt, ist es einfach unglaublich wohltuend. Danach hat man viel mehr Kraft, fühlt sich ausgeruht und glücklich.
Natürlich trifft das nicht auf alle zu. Wenn man berühmte Schreine/Tempel besucht ist es weniger entspannt und man drängt sich eher zwischen Touristen durch. Ich besuchte lieber kleine oder sogar winzige in meiner Nachbarschaft und überall wo ich einen gefunden habe😊Dort waren kaum Leute und wenn doch, dann Einheimische, die sich freuten das man sich als junger Mensch für sowas interessiert.
Nach der Schule war ich oft zu müde um noch eine große Besichtigung zu machen oder das Wetter war einfach zu heiß, weswegen ich eher das Viertel, in dem ich wohnte besichtigt. So habe ich mich in das Viertel verliebt. Am Anfang machte ich mir etwas Stress, weil ich das Gefühl hatte, dass ich zu wenig große Sachen unternehme würde, weil die anderen in meiner Klasse schon viel mehr unternommen hatten. Aber dann merkte ich, dass das gar nicht schlimm ist und dass ich das auf einmal alles gar nicht mehr brauchte. Denn ich war auch so glücklich. Ich war zufrieden in Japan zu sein, einen japanischen Alltag zu leben, kleine unbekannte Läden zu besuchen, das leckere Essen meiner Gastfamilie zu genießen oder einfach Stunden lang mit den Kindern der Gastfamilie „Doraemon“ zu schauen. In Deutschland hat man Japan nur durch berichte, Videos … gekannt. Man sah viele Sachen die einem gefielen und wollte die alle besuchen. Aber das brauchte ich nicht mehr. Ein gutes Alltagsleben kann einen auch soo glücklich machen, dass man gar nicht mehr zurück möchte und führ immer jeden Morgen mit diesem wunderschönen Zug fahren will.
Shika (Hirsch) in Nara
Burg Osaka
Ich habe nur wenige Touristenattraktionen besucht. Denn diese Orte waren mir immer zu überfüllt und das Gefühl in Japan zu sein verschwand. Natürlich habe ich auch ein paar Touristenattraktionen besucht, wie zum Beispiel, den Nara Park mit seinen unglaublich süßen Hirschen, die sich streicheln lassen oder die Burg Osaka, mit ihrer großen antiken Sammlung und ihrer tollen Aussichtsplattform. Es Lohnt sich wirklich sehr das zu besuchen.
Straße im Randgebiet von Osaka
Ich liebte es auch einfach durch die Straßen zu schlendern. Vor allem wenn es dunkel wurde und die vielen Schilder zu leuchten anfingen.
Aber leider geht jede Reise irgendwann zu Ende und ehe ich mich versah musste ich schon wieder für meinen Rückflug packen. Dafür musste ich erst mal noch eine Reisetasche kaufen, da nicht alle Sachen in den Koffer passten😊 An meinem letzten Tag in der Schule gab es eine kleine Abschluss Zeremonie. Wer wollte, konnte eine kleine Rede auf Japanisch halten. Das war aber keine Pflicht und man musste sich deswegen keinen Druck machen. Danach bekamen wir alle eine Urkunde, auf die ich soo stolz war😊 Dann hieß es, ein letztes Mal mit meinem geliebten Zug nach Hause zu fahren, ein letztes Mal durch die Straßen Japans laufen und dann die letzten Vorbereitungen für den Rückflug zu erledigen.
Rückblickend war das der schönste Sommer den ich je in meinem Leben hatte. Ich bin das erste Mal geflogen, habe mein Lieblings Land besucht, viele neue, nette Menschen getroffen, viel gelernt und bin auch über mich hinausgewachsen. Ich habe mich in ein großes Abendteuer gestürzt und bereue es kein bisschen und würde es immer wieder tun. Deswegen kann ich jedem, der darüber nachdenkt eine Sprachreise zu machen, es nur wärmstens empfehlen. Es ist eine Möglichkeit, als Jugendlicher nach Japan zu reisen.
Sonnenaufgang beim Rückflug
Es ist das Ende dieser Reise und ich musste, obwohl ich gerne länger geblieben wäre, wieder nach Hause fahren. Aber es ist nicht das letzte Mal, dass ich in Japan gewesen bin! Ich sage nicht tschüs Japan, ich sage bis zum nächsten Mal Japan.