Zu Beginn meiner Sommerferien habe ich drei Wochen in Bournemouth verbracht, um an einer Sprachreise teilzunehmen. Mein Ziel war es, mein Englisch zu verbessern, neue Leute aus verschiedenen Ländern kennenzulernen und mich auf die Englischklausur im Abitur vorzubereiten. Untergebracht war ich in einer Residenz für unter 18-Jährige, was den Aufenthalt besonders unabhängig gemacht hat.
Der erste Schultag begann natürlich mit einer Einführung zur Schule, dem ersten Sprachtest und der Vorstellung des Personals. Kings Bournemouth liegt in einen eher ruhigen und gemütlichen Teil von Bournemouth, circa 20min zu Fuß von der Charminster Residenz, bei welcher ich unter gebracht war und auch circa 20min zu Fuß zum Pier und Strand von Bournemouth.
Zu Anfang war ich etwas verwirrt weil die Schule in zwei Gebäude eingeteilt ist und wir erst in das falsche Gebäude gelaufen sind und dort unsere Namen nicht gefunden haben, aber nach kurzer Zeit war dann alles klar.
Nach dem wir den Sprachtest und das ganze schulische absolviert haben, wurden alle neuen Schüler zum Zentrum geführt, wo wir ein bisschen Zeit hatten uns alles anzugucken und auch am Strand waren.
An dem darauffolgenden Tag gab es auch eine Aktivität am Strand, nämlich Volleyball. Wir haben uns in Teams aufgeteilt und gegeneinander gespielt.
Was mich ein bisschen überrascht hat war das Bus fahren hier in Bournemouth, abgesehen davon das es in meiner Heimatstadt eigentlich keine Doppeldeckerbusse gibt, haben wir auch nicht dieses Tap on Tap off Verfahren. Ich bin zwei Wochen lang Bus gefahren ohne Tap off zu machen. Naja, dennoch ist Bus fahren eigentlich entspannt und auch zuverlässig.
Bournemouth am Abend war auch sehr schön und vor allem am Strand und mit den vielen Lichtern, hat es eine schöne Atmosphäre.
Ich würd sagen Bournemouth und auch Charminster ist relativ sicher, in den drei Wochen wo ich dort war wurde ich nur so 3 mal von fremden Leuten nach Geld gefragt und sonst lassen dich die Leute eigentlich in Ruhe. Trotzdem würde ich immer in zu zweit beziehungsweise in einer Gruppe fahren, um einfach sicher zu gehen.
Der Unterricht in der Schule war auch sehr gut, in der ersten Woche wurde ich in B1 und damit in Klasse 5 eingeteilt, in der zweite und dritten Woche war ich dann B2 in Klasse 6. Die Unterrichtsräume sind normal eingerichtet und die Klassen eher klein gehalten.
Manchmal fand ich es wirklich einfach, weil wir den selben Stoff auch schon in der Schule in Deutschland hatten und man diese Sachen einfach schon kannte, aber ich habe auch viel neues gelernt.
Unteranderem gab es auch Nachmittagskurse, in der ersten Woche hatte ich irgendwie sowas mit Speaking und Writing, wo man nochmal sein Vokabular verbessern konnte, in der zweiten Woche hatte ich Outdoor English, wo man auf einen Ausflug gegangen ist und dann eine Art Bericht in Gruppen angefertigt hat und in der letzten Woche hatte ich IELTS, in meinem Fall wollte ich mich aber nicht auf die IELTS Prüfung vorbereiten, sondern einfach schauen ob mir das was für die Abiklausur bringt.
Die Aktivität die mir am meisten Spaß gemacht hat, war das Keramik bemalen. Wir waren nur zu viert und daher war es eine wirklich entspannte Atmosphäre. Wir konnten uns dabei eine Schale oder was auch immer aussuchen und konnten diese mit Pastellfarben frei gestalten. Wenn man wollte konnte man auch etwas zu trinken oder essen bestellen und dann sein fertiges Produkt circa eine Woche später fertig gebrannt und glasiert abholen.
In Bournemouth ist jeden Freitag außerdem um 22 Uhr ein Feuerwerk am Strand, wir waren jedes mal in einer großen Gruppe dort und haben auch am letzten Freitag dort sozusagen unseren Abschied gefeiert.
Mein erster richtiger Ausflug ging nach Oxford, eigentlich war es mein Plan Harry Potter Locations zu besuchen und Fotos zu machen, aber bei einer Location musste man Tage vorher Karten bestellen, bei der anderen war gerade eine Hochzeit, die andere hatte irgendwie auch zu wegen einem Event und dann sind wir einfach mit einem Ruderboot gefahren.
Auch wenn das nicht mein eigentlicher Plan war, hat es dennoch Viel Spaß gemacht, ich muss sagen am Anfang hatte ich etwas Angst, weil das Boot sehr gewackelt hat, keiner richtig wusste wie man das fährt und lenkt und wir fast gegen die Mauer und andere Boote gefahren sind.
Das Beste an der Charminster Residenz ist meiner Meinung nach der Keller, wo man Filme schauen kann, Billiard spielen kann, Tischtennis spielen kann oder eben auch die PS4 und die Nintendo Switch benutzen kann. Ich selber habe nur so eine alte Wii zuhause, weswegen ich es sehr genossen hab Spiele wie Horizon oder Uncharted auch mal spielen zu können.
Auch die Leute in der Residenz waren sehr nett, meiner Meinung nach ist die Residenz die bessere Möglichkeit im Vergleich zur Gastfamilie, weil man einfach mehr mit Leuten in seinem Alter zusammen ist, viel mehr Nationalitäten und Kulturen trifft und wenn dann doch jemand dabei ist den man nicht leiden kann, ist es einfacher dieser Person aus dem Weg zu gehen.
Auch eine Sache die ich sehr cool fand, war das sich anscheinend dort eine Tradition gebildet hat, das man sich eine Großbritannien Flagge kauft und Leute darauf unterschreiben. Ich selber habe eine nun an meiner Wand hängen, mit unterschiedlichen Signaturen und Texten auf verschiedenen Sprache, als Erinnerung an die Zeit dort und auch an meine neu gewonnenen Freunde.
In Bournemouth gibt es in der Nähe vom Strand auch ein Aquarium, wo nicht nur kleine Fische sondern auch Schildkröten, Otter, Pinguine und auch Haie gibt. Es ist zwar sehr klein, aber dennoch sehr schön eingerichtet und man kann auch viel über die Tiere dort lernen.
Außerdem gab es ein Fußballturnier zwischen den verschiedenen Sprachschulen und ich habe dort mit Freunden zwar nicht selber gespielt, aber zugeschaut und unser Team, welches übrigens auch gewonnen hat, angefeuert.
Mein letzter Ausflug und auch vorletzter Tag ging nach London, wo ich mir unteranderem weitere Harry Potter Locations wie die Australia House angeschaut habe. Dieses ist eine Inspiration für die Gringotts Bank aus Harry Potter.
In London sind wir außerdem noch nach Camden gefahren zum Markt und sind auch die Oxford Street langgelaufen. Überraschend war für mich das die Verkehrsmittel gar nicht mal so teuer sind, es lohnt sich übrigens nicht so eine Tageskarte zu kaufen, mit dem Tap on Tap off Ding kommt man viel günstiger bei raus.